Geneigte Leser

Freitag, 17. Oktober 2014

In Her Majesty's Name: Flucht von der Vulkaninsel


Das Setup:
Szenario 9.1.7, "Death at your heels", aus dem Grundregelbuch.

Michis Warband "Preußisches Marine-Expeditionskorps, Abteilung Landgewinnung" (267 Punkte). 

Berndis Warband "Die Verteidiger Moskoviens" (irgendwas zwischen 250 und 280, so genau nehmen wir es da nicht).

In diesem Szenario gilt es einen sicheren Punkt auf der anderen Seite des Spieltisches zu erreichen, während ab Runde 2 am Ende der Bewegungsphase eine Katastrophe hinter unseren Helden herhechelt und jedes Mal einen D10 minus 2 Zoll der Spielfläche in eine Todeszone verwandelt. Das bedeutet, dass die Helden zusehen sollten, so schnell wie möglich auf die andere Seite zu kommen und dabei natürlich den Gegner nicht vergessen dürfen.
 
Und jetzt viel Spaß mit dem Spielbericht.


Irgendwo im Südpazifik liegt eine Insel, deren Bezeichnung für europäische Zungen unaussprechlich ist, deshalb wird sie von ausländischen Besuchern wegen ihrer geologischen Besonderheit nur als "die Vulkaninsel" bezeichnet. Der Vulkan, der von den Ureinwohnern genauso unaussprechlich, wie ihre Insel genannt wird, ist hochaktiv und droht bereits seit Wochen auszubrechen. Nachdem die Opferung einer weissen Frau, die keine Unterwäsche trug, keinen besänftigenden Effekt hatte und stattdessen der hochaufragende Berg endgültig in die Luft geflogen ist, walzen unaufhaltsame, alles vernichtende pyroklastische Lavaströme auf den schmalen Küstenstreifen zu.

Zufällig und, wie beide Seiten betonten, "aus rein wissenschaftlichen Interessen" befindet sich sowohl eine moskovische, als auch eine preussische Expedition auf der Insel. Die Deutschen, gerade noch den Fängen eines riesenhaften Affens entkommen, fliehen in Richtung der einzigen Anlegestelle. Die Russen, noch abgehetzt von einer Begegnung mit einer panischen Brontosaurierherde, versuchen ebenfalls verzweifelt das rettende Dampfschiff zu erreichen.

Ein Wettlauf gegen die Zeit, die anströmende Lava und um die knapp bemessenen Plätze auf dem zum Ablegen bereiten Frachtschiff beginnt...











Boris setzte sich von der Gruppe ab, um mit einer selbstgebastelten Granate einige der Preussen aufzuhalten. Leider entpuppten sich Boris' Fähigkeiten im Granatenweitwurf (mal wieder) als nicht existent und sowohl das Ziel wurde verfehlt, als auch die Zündvorrichtung versagte. Im Gegenzug wurde er von den Preussen mit einem gezielten Schuss niedergestreckt und außer Gefecht gesetzt.









Die moskovische Mystikerin Tamara Isotowa versuchte einen weit entfernten preussischen Matrosen dazu zu bringen einen seiner Kameraden anzugreifen, vergeblich. Unter den geistigen Anstrengungen brach sie zusammen und blieb erschöpft hinter ein paar Kisten liegen, um kurze Zeit später endgültig bewusstlos aus dem Scharmützel auszuscheiden. Was für eine Enttäuschung. (O-Ton: "Was habe ich mir dabei gedacht einer Mystikerin einen Pluck-Roll von 5+ zu spendieren?")
 




Das Dock war von beiden Gruppen bald erreicht, stets die Lava im Nacken, und ein kurzer, aber umso heftiger Stellungskrieg entbrannte. Mal wieder zeigte sich auf beiden Seiten die schwache Leistung von Schusswaffen, sobald Schütze und Ziel in Bewegung waren.
 





Natasha Dimjetrov, Tochter des General Feldmarschalls und ausgebildete Nahkampfspezialistin (?!), versuchte mit einer waghalsigen Aktion vom Dach einer Baracke aus in den Infight mit zwei Marine-Infanteristen zu gehen. Doch die vermeintlich leichten Opfer machten kurzen Prozess mit Natasha, die so rasch und unwürdig aus dem Gefecht genommen wurde, wie selten zuvor.





Nach rund drei Stunden und mit 10 zu 2 Siegpunkten für das Preussische Marine-Expeditionskorps, wurde das Scharmützel mit einem Handschlag unter Gentleman und einem Glückwunsch an den verdienten Sieger für beendet erklärt.


Fazit:

Auch diese IHMN Partie hat deutlich gezeigt, dass der Schusswaffengebrauch wohl überlegt sein will. Sobald Schütze und/oder Ziel sich bewegt haben, das Ziel eventuell sogar gerannt ist, wird es auch für einen hochgelevelten Charakter schwer Treffer zu erzielen. Andererseits ist der Nahkampf weitestgehend wirkungsvoll und kann ein Gefecht schnell entscheiden, wenn man taktisch klug agiert. Das Szenario hat uns großen Spaß bereitet und genau die richtige Würze ins Spiel gebracht, um unser Kopfkino anzuwerfen und spontan Dialoge zu gestalten und voll und ganz in das Ambiente einzutauchen.


Kommentare:

Opa Wuttke hat gesagt…

Cool !
Werden demnächst hier auch mal wieder eine Pulp/Victorian/Adventure einlegen müssen. Natürlich nicht auf so einer schicken Platte :(

Bob Kinnear hat gesagt…

Very cool dudes!

Scheck hat gesagt…

Eine ganz tolle Präsentation mit den Comicbildern, pfiffigen texten und tollen Aufnahmen. Du hast einen ganz eigen Stil in der Bloglandschaft. Das gefällt mir!!
Mach weiter so, ich bin follower!!
Peter

Terror Team hat gesagt…

Danke Peter! Tatsächlich sind wir aber zu zweit im Tableterror Team. Diese Comic-Präsentation hat Doc gebastelt, genau wie die Russen auf den Bildern. Ehre, wem Ehre gebührt - ich will das Lob nicht alleine einheimsen...
Auf jeden Fall vielen Dank für den Kommentar. Es freut uns, dass es Leute gibt, die immer wieder mal hier hereinschauen.
Gruß

Michi