Norisring 2026
Nürnberg im Juli 2026: Das Table Terror Team berichtet live vom Zeppelinfeld gegenüber der Steintribüne, wo schon tausende gespannter Zuschauer versammelt sind, um Zeugen des heutigen Rennspektakels zu werden.
Das Qualifying ist bereits gelaufen und die Teams haben ihre Wagen entsprechend platziert. Gerade sind sie in Startaufstellung gegangen und in wenigen Minuten wird die grüne Flagge gezeigt werden. Zeit genug, die Rennteilnehmer vorzustellen:
Es folgen mit der Startnummer 7 der zweite rot-silberne Audi TT von Jonas R. und der in klassischer BMW Motorsport-Lackierung gehaltene zweite M1 von Robin mit der 39 in Reihe 4. Dahinter warten der rote Mercedes CLK von Ronja (Startnummer 18) und mit der 12 der berüchtigte Volvo Kombi von Finn, der schon mehrfach für Furore auf den Rennstrecken der fränkischen Küchentische gesorgt hatte. Mit der Startnummer 2 stehen in der letzten Reihe die rote Corvette von Michi und der türkise Mercedes 190 EVO von Jonas S., der am Sachsenring immerhin auf Platz 3 gefahren war.
Und da ist auch schon die grüne Flagge!
Souverän zieht der Audi von Jonas R. bis zur Grundig-Kehre davon und schafft Abstand zum roten BMW M1 von Robin, bevor er auf 50 km/h herunterbremsen muss, um die 180° Wendung zu schaffen. Dass das nicht jedem gegeben ist, werden wir wohl in Kürze erleben. Doch zuvor werfen wir einen genaueren Blick auf die Verfolger:
Souverän zieht der Audi von Jonas R. bis zur Grundig-Kehre davon und schafft Abstand zum roten BMW M1 von Robin, bevor er auf 50 km/h herunterbremsen muss, um die 180° Wendung zu schaffen. Dass das nicht jedem gegeben ist, werden wir wohl in Kürze erleben. Doch zuvor werfen wir einen genaueren Blick auf die Verfolger:
Finn verbremst seinen Rover hinter Robins' M1 und lässt die ersten Federn, während sich Ronja und Michi anschicken an ihm vorbeizuziehen. Dann folgt ein weiteres Feld mit den beiden Jonasen an der Spitze.
Wiederum dicht dahinter ist der zweite M1 von Robin, der es zu forsch angeht und hinter dem Audi von Jonas S. voll in die Eisen gehen muss. Das ermöglicht es Ronja, Finn und Michi vorbeizuziehen. Der Mercedes EVO von Jonas S. lässt es hingegen eher gemütlich angehen, um nicht auch schon vor der ersten Kurve einzelne Bestandteile auf der Straße zu lassen.
Und da haben wir's! Robin schmeißt den M1 aus der Kurve, weil er glaubt, dass die Grundig-Kehre von seinem bayerischen Boliden doch mit mehr als 50 km/h genommen werden kann. Das zeitigt den ersten Einsatz der örtlichen Rettungskräfte...
Ganz links unten in der Ecke des Fotos ist noch das Heck des Führenden zu sehen:
Jonas R. biegt bereits ins Schöller-S ein, während alle anderen noch nicht einmal die erste Kurve geschafft haben.
Ronjas' gelber Mercedes CLK hat freie Bahn in der Grundig-Kehre, nachdem der Sohnemann seinen BMW in der Leitplanke versenkt hat, wie es einst im Jahre 1994 Keke Rosberg an derselben Stelle getan hatte. Michi hat die Innenbahn vor der Kehre und Jonas R. gleichauf rechts daneben. Mit jeweils einem Feld Abstand folgen Ronja hinter Michi und Jonas S. hinter Jonas R., während der Patzer von Finns' Rover sich für ihn als gar nicht so tragisch ausgewirkt hat, obwohl er wegen des Fahrfehlers erst als letzter fahren durfte. Der Fahrfehler von Robin hat nämlich die Verfolger durch ein Nadelöhr in der Beuthener Straße gezwungen, so dass er von Platz 4 nur auf Platz 8 zurückgefallen ist.
Während Jonas R. an der Spitze die Zeppelinstraße schon fast hinter sich gelassen hat, fährt Ronja etwas zu schwungvoll auf der Außenlinie ins Schöller-S. Auf Platz 3 liegt Michis weiße Corvette Nase an Nase mit dem Audi A4 von Jonas S. vor Ronjas' rotem Mercedes und einem weiteren Doppel von Finns' Rover, der inzwischen auf Platz 6 vorgerückt ist, und Michis' roter Corvette. Dahinter folgt Finns' Volvo auf Platz 8, während Jonas R. ebenfalls glaubt, dass die Grundig-Kehre von bayerischen Fahrzeugen mit mehr als 50km/h bewältigt werden kann und seinen zweiten Audi TT mal eben querstellt. Das ermöglicht dem EVO von Jonas S. vorbeizuziehen und auch die beiden BMWs hinter sich zu lassen.
Davon beflügelt, presst er das Gaspedal durchs Bodenblech und freut sich so beim Blick in den Rückspiegel, dass er das senkrechte Heck des Kombis vor ihm zu spät wahrnimmt, denn Finn hat seinen Volvo meisterlich vor der Schikane abgebremst, die mit maximal 110km/h genommen werden kann. Die 200 auf dem Tacho des Mercedes EVO können daran nicht zeitig genug angepasst werden und der Benz holpert in die Wand neben der Fahrbahn. Den Rettungskräften wird es genauso wenig langweilig, wie dem begeisterten Publikum.
Der Audi von Jonas S. hat hingegen die Schikane bereits gemeistert, während sich Ronja und Finn dabei schwerer tun. Erstere stellt ihren roten CLK noch kurz vor der Ausfahrt quer und Finn muss mit dem Rover eine Vollbremsung hinlegen, um nicht den Audi von Jonas S. aus der Bahn zu schubsen.
Der geneigte Zuschauer weiß, dass es nach der Schikane auf 240km/h geht, bevor die Boliden wieder auf 65 in der Dutzendteich-Kehre runter müssen. Der inzwischen auf Platz 3 vorgekämpfte Rover von Finn hätte das besser beherzigt, denn nun hat er die Karre soweit runtergerockt, dass er beim nächsten Fehler die finale strukturelle Desintegration des Fahrzeugs befürchten muss. Ein Boxenstopp tut allerhöchste Not, wie die schwarze Flagge zeigt!
Den ohnehin pflichtgemäß nach Rennprotokoll zu absolvierenden Boxenstopp hat Jonas R. an der Spitze inzwischen angetreten und die Zeppelinstraße für Michis Corvette freigeräumt. Dieser sieht seine Chance auf Platz 1 zu fahren und gibt Vollgas - schließlich gehen da 280km/h!
Jonas S. versucht sich als nächster an der Dutzendteich-Kehre und stellt seinen Audi A4 auf der Außenlinie quer. Das folgende Feld nähert sich mit besser angepasster Geschwindigkeit, während ganz hinten, jenseits des Schöller-S, der EVO-Benz von Jonas S. wieder flott gemacht wird.
Michis Taktik auf den frühen Boxenstopp zu verzichten geht auf und seine weiße Corvette übernimmt die Spitze von Jonas R.s' Audi TT, der jedoch bereits wieder aus der Boxengasse ausfährt, ohne viel Zeit verloren zu haben.
Finns' Rover riskiert alles und rast, nur noch von frommen Wünschen und Sponsorenaufklebern zusammengehalten, an der Boxengasse vorbei. An vierter Stelle folgt der Turbo-Brick von Volvo aus dem selben Team und mit einigem Abstand das restliche Feld.
Michis weiße Corvette führt, bisher fehlerfrei. Finns' beherzte Fahrweise hat den klappernden Rover auf Platz 2 nach vorne gebracht und Jonas R. ist nun mit abgehaktem Pflichtboxenstopp seines Audi TT auf Platz 3, da Finns Volvo es nicht geschafft hatte an ihm vorbeizukommen, bevor der die Boxengasse verlassen hatte.
Die Verfolger haben nun auch so langsam die Zielgerade vor sich, aber der zweite Audi TT von Jonas R. führt gerade quietschend und qualmend den Beweis, dass 80km/h wesentlich zu schnell für die Dutzendteich-Kehre sind...
Die begeisterten Zuschauer auf der Steintribüne werden Zeugen, wie die Fahrer jetzt taktisch unterschiedlich vorgehen:
Die einen beschließen den Pflichtboxenstopp in die zweite Runde zu verlegen, während die vorsichtigeren bereits am Ende der ersten Runde in die Boxengasse abbiegen.
Dabei nimmt Ronja beide ihrer Wagen gleichzeitig auf die Seite, während Robin einen seiner Wagen dazwischen hat, jedoch den anderen auf der Strecke lässt.
Auch Jonas R. fährt in dieser Runde auch noch seinen zweiten TT an die Box.
Michi lässt auch die zweite Corvette vorbeifahren und hat damit noch beide Boxenstopps vor sich - genau wie Jonas S., dessen beide Rennwagen gerade gleichzeitig über die Linie in die zweite Runde fahren.
In der Spitzengruppe duellieren sich Finn und Jonas R. um den zweiten Platz.
Spektakulär ist auch der halsbrecherische Versuch von Finns' Volvo auf zwei Rädern mit 0,5km/h zu viel die Grundig-Kehre zu meistern! Keinen der Zuschauer hält es auf den Sitzen, als er es tatsächlich schafft und durch das Überwinden der physikalischen Gesetze unter tosendem Beifall einen Rekord bricht...
Die Fahrer haben sich offensichtlich mit der Strecke vertraut gemacht und es passieren daher wahrscheinlich weniger Fehler. Es kann natürlich auch sein, dass das Fehlen eines Drittels der Teilnehmer, die sich gerade in der Box befinden, zu einer gewissen Entspannung beiträgt.
Doch nun biegt Ronjas' erster Wagen wieder auf die Strecke ein, dicht gefolgt von den anderen Absolventen des Pflichtboxenstopps. Weiterhin fehlerfrei und in unveränderter Reihenfolge zieht der Rest seine zweite Runde.
An der Spitze tut sich nun etwas, denn Michis Corvette muss jetzt den Pflichtboxenstopp ablegen, bevor es zu spät ist.
Das ermöglicht dem Audi TT von Jonas R. wieder auf Platz 1 zu fahren, der seinen bereits in der ersten Runde erledigt hatte.
Der aus dem letzten Loch pfeifende Rover von Finn benötigt ebenfalls dringend einen nicht nur pflichtgemäßen Boxenstopp, bevor er auseinanderfällt.
Dahinter verändert sich immer noch nichts an der Reihenfolge.
Die zuvor in der Box gewesenen vier Wagen nähern sich der ersten Kurve, wobei Jonas R. etwas zu spät vom Gas geht und zur Unzeit in die Eisen gehen muss. Schleudernd kommt sein Audi TT vor der Grundig-Kehre zum Stehen.
Jonas R. führt im Audi TT und hat bereits seinen anderen Wagen überrundet. Leider achtet dieser zu sehr auf seinen Teamkameraden, dem er Platz machen will, und zu wenig auf die Kurve, in der er sich befindet. Prompt steht schon wieder ein Wagen in der Grundig-Kehre quer.
Michis weiße Corvette folgt ihm inzwischen weit abgeschlagen auf Platz 2.
Finns Volvo verlässt gerade die Boxengasse und ist am Rover vorbei, der eine Zeitstrafe in der Box aussitzen und ohnehin äußerst zeitintensiv mit Gaffer-Tape zusammengeklebt werden musste.
Auch Robins roter M1 und Michis rote Corvette sind nun am geflickten Rover vorbei.
Nur die beiden Autos von Jonas S. befinden sich noch dahinter in der Box.
Die zuvor in der Box gewesenen sind ein bisschen abgeschlagen auf den Plätzen 9, 10 und 11 auch wieder auf der Strecke und befinden sich hinter der Steintribüne auf der Zeppelinstraße. Damit haben alle Teilnehmer, ihre Pflichtboxenstopps erfüllt und sind noch im Rennen.
Ein Blick aus dem Hubschrauber über der genannten Kehre zeigt die Situation wenige Augenblicke später:
Michis weiße Corvette ist an dem Pechvogel vorbeigezogen und folgt dem Führenden, durch das Schöller-S getrennt, aber schon ist der inzwischen von zwei Wagen überrundete Jonas R. wieder mit durchdrehenden Rädern hinterher!
Robin im roten M1 auf Platz 3 und Finn im Volvo sind kurz vor der Kehre, während aus der Beuthener Straße auf Platz 5 Michis' rote Corvette folgt. Drei Rennwagen sind noch in der Boxengasse, aber Ronjas' beide CLKs biegen schon wieder in die Zielgerade ein. Robin versenkt in der Dutzendteich-Kehre seinen weißen BMW im Kiesbett und Jonas R.s' führender Audi TT schießt von hinten an den Havaristen heran, um ihn ebenfalls zu überrunden.
Michis' weiße Corvette zieht ebenfalls an dem nun überrundeten weißen BMW M1 vorbei, aber Robins zweite Hoffnung befindet sich nun auf Platz 3.
Unglaublicherweise behauptet sich der Volvo von Finn in diesem Rennen unfallfrei und hält sogar ganz vorne mit. Diese Tatsache nötigt den Teamchef persönlich zu einigen Beweisfotos - auch von dem gerade unangefochten die Ziellinie überquerenden Audi TT von Jonas R..
Hier erneut dieselbe Situation, aber diesmal ohne den störenden Teamchef von Flying Finns' Racingbude im Bild. Deutlich ist hier die blaue Flagge von Jonas R.s' überrundetem Schlusslicht im Schöller-S zu erkennen, sowie die leere Boxengasse, die beweist, dass alle wieder auf der Strecke sind.
In dieser Nahaufnahme von Robins' rotem M1 ist nicht zu erkennen, dass der Volvo ihn inzwischen überholt hat, aber dafür umso besser, dass die rote Corvette von Michi die letzte Durchfahrt der Dutzendteich-Kehre ebenfalls nicht geschafft hat.
Was für ein Finale! Da hält es keinen der motorsportbegeisterten Zuschauer auf den Plätzen.
Das Gejohle von den Rängen ist fast so laut wie das Getöse der Motoren, als ein Wagen nach dem anderen die Ziellinie überfährt und sich seinen Platz in der Meisterschaftswertung sichert.
In der Dutzendteich-Kehre zeigt sich noch einmal, wer die Nerven bis zum Schluss besitzt, denn die gelben Autos von Ronja und Jonas S. landen ebenfalls im Aus. Alle Havaristen können am Ende jedoch die Ziellinie nach drei Runden aus eigener Kraft überqueren.
Das gilt sogar für den zweiten Audi TT von Jonas R., dem es damit gelungen ist, den ersten und den letzten Platz in diesem Rennen zu machen...
So sehen Sieger aus:
Am Ende war die Reihenfolge in der DTM-Punktevergabe:
1. Audi TT (Jonas R.) - 10 Punkte
2. weiße Corvette (Michi) - 8 Punkte
3. Volvo (Finn) - 6 Punkte
4. ROTER BMW M1 (Robin) - 5 Punkte
5. Mercedes CLK (Ronja) - 4 Punkte
6. rote Corvette (Michi) - 3 Punkte
7. Rover (Finn) - 2 Punkte
8. Mercedes 190 EVO (Jonas S.) - 1 Punkt
Teamwertung:
Platz 1 - Michi mit 11 Punkten, dicht gefolgt von
Platz 2 - Jonas R. mit 10 Punkten und
Platz 3 - Finn mit 8 Punkten:
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